Finanzen

Wir müssen über Geld reden

Absolute finanzielle Transparenz ist eine der Kernideen von Prints of the People. Ihr sollt wissen, was wir im Einkauf für ein Shirt bezahlen und nachvollziehen können, wie wir unsere Preise gestalten. In unserer Vorstellung von einem Unternehmen der Zukunft, gibt es keinen Grund für Geheimniskrämerei. Wir wollen keine Profite maximieren sondern euch einen Preis nennen, der allen Menschen in der Lieferkette einen fairen Lohn finanzieren kann.
Lukas Böhm
Gründer von Prints of the People und feinwasser

Auf dieser Seite möchten wir euch einen Einblick in unsere laufenden Kosten und Einkaufspreise geben.

Die Liste ist bietet dabei nur einen ersten Anhaltspunkt. In Zukunft wollen wir euch dynamisch generierte Inhalte und monatliche Berichte über unsere Einnahmen und Ausgaben präsentieren können.

Wir tun das, weil wir uns vom klassischen Unternehmertum abgrenzen wollen. Wir möchten uns selbst als freie, transparente und partizipative Plattform begreifen. Wir stellen eine Dienstleistung zur Verfügung, von der wir wissen, dass es eine Nachfrage nach ihr gibt. Dann kommunizieren wir, wie viel es kostet, diese Dienstleistung auf fairer Basis zur Verfügung zu stellen. Und wenn du Verbesserungspotential siehst oder einfach an einem Herzensprojekt mit großen Plänen mitarbeiten willst, bist du herzlich eingeladen mitzumachen!

Der Drucker: 400€/Monat

Ein Tex-Jet Echo2. Das Herzstück sozusagen. Kostet neu knapp 12.000€, wir haben einen Mietkauf über Umwege abgeschlossen. Da wir als frisch gegründetes Unternehmen nicht Kreditwürdig genug sind, hat unser Mitgründer Dimi ihn mit seiner Firma Made in Dortmund als Mietkauf organisiert und reicht die Kosten an uns durch. Dank an Dimi für sein Vertrauen <3

Kosten Verbrauchsmaterialien pro Druck: ca. 2€-6€

Ein neuer Satz Tinten kostet selbst in kleiner Ausführung schnell 300€, dazu kommen eine spezielle Flüssigkeit zum Vorbehandeln der Textilien, Reinigungsflüssigkeit, sowie Backpapier zum Pressen und andere Kleinigkeiten.

Die Varianz ist allerdings riesig: Ein großes Motiv, dass auf den ganzen Rücken eines schwarzen Pullis gedruck wird, verbraucht mehrere dutzend mal mehr Tinte, als ein kleiner Logodruck auf einem weißen Shirt.

In Zukunft wollen wir diese Kosten auch im Shop schon genau beziffern können, die technische Umsetzung ist allerdings komplex.

Ein Shirt von dna merch: ca.11€

Wir haben einen Kooperationsvertrag mit dna merch der sich im Grunde auf einen Satz runterbrechen lässt: Wir haben das gleiche Ziel, lasst uns zusammenarbeiten!

Deshalb bekommen wir die wunderbaren Shirts aus ihrer transparenten Lieferkette quasi zu ihrem Selbstkostenpreis. Bis wir die Unternehmen auch strukturell näher aneinandergebracht haben, beteiligen wir sie dafür an den Erlösen aus vielen Motiven.

Die genaue Kostenstruktur von dna merch haben die beiden auch hier nochmal für euch Zusammengefasst:

Lohnkosten Produktion: 15€/Stunde

Zugegeben, das ist jetzt im März 2021 bisher nur die halbe Wahrheit. Viel Arbeit im Projekt wird momentan ehrenamtlich oder von unser Praktikantin geleistet, die eine Umschulung macht und über das Arbeitsamt finanziert wird.

Es ist also sehr unterschiedlich und von vielen Faktoren abhängig, wie viel Geld tatsächlich für den Druckprozess fließt. Aber sobald wir uns eine Person in einer Festanstellung leisten können, wollen wir das zu diesem Stundenlohn tun.

Ein Shirt von Neutral: ca.5€

Neutral ist eine dänische Marke und unter den großen Playern auf dem Fair Fashion Markt diejenige, der wir am meisten Vertrauen. 

Trotzdem sind sie schon so groß, dass wir hier nicht wirklich jede Station jedes einzelnen Shirts kennen.

Wir vertreiben ihr Sortiment, weil wir dort eine riesige Auswahl an Farben und Schnitten haben und Einzelstücke On-Demand beziehen können.

Langfristig wollen wir aber mit dna Merch wachsen und Einfluss auf die gesamte Lieferkette nehmen können.

Wir verkaufen die Neutral Sachen also nicht billiger als ihre dna merch Pendants. Damit geben wir euch einen Anreiz, dna zu wählen, auch wenn wir daran weniger verdienen. Aber es gilt eben: Werte vor Profit!

Miete, Lizenzen etc.

Es gibt noch eine lange Liste an verschiedenen Softwarelizenzen, aber ehrlich gesagt ändert sich derzeit gerade auch noch so regelmäßig etwas daran, dass es wenig Sinn machen würde, dies hier aufzulisten. Grob kann man hier irgendetwas um die 100€ im Monat ansetzen.

Außerdem zahlen wir natürlich Raummiete und Strom. Wobei wir auch hier wieder das Glück haben, dass wir Dimis Räumlichkeiten mit nutzen können und so mit knapp 200€ im Monat hinkommen.

Und wir?

Gute Frage. Die ungezählten Stunden Ehrenamt, die in den Aufbau des Projekts geflossen sind werden wir wohl nicht mehr in Gänze vergütet kriegen.

Aber wir haben einen Weg gefunden, wie wir mit unseren Gehältern für den Anfang verfahren: Wenn wir genug Geld haben, dass wir im Kollektiv entscheiden, dass wir eine Auszahlungsrunde machen, legen wir eine Summe fest, die insgesamt ausgezahlt wird. Dann gibt jede*r anonym und nach eigenem Ermessen ein Gebot ab. Wenn die Summe nicht überschritten wird, bekommt jede*r sein oder ihr Gebot ausgezahlt.

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